Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherungen e. V. Der prominenteste Streik in den vergangenen fünf Jahren war ein Streik der Krankenhausärzte, den der Marburger Bund (MB) 2006 (DE0607019I) organisierte. Im selben Jahr streikten Tausende von Krankenschwestern in kommunalen Krankenhäusern in mehreren Regionen, um Forderungen der Arbeitgeber nach einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit (DE0605019I) entgegenzuwirken. Zu den Krankenschwestern gesellten sich Kollegen an Universitätskliniken, die im Streit um einen neuen Tarifvertrag für beschäftigte Staatsbedienstete auf Landesebene (DE060629I) austraten. Seitdem sind Pflegekräfte erfolgreich an großen Warnstreiks sowohl auf Kommunal- als auch auf Landesebene beteiligt. Hinzu kommt, dass es immer mehr Streitigkeiten auf Unternehmensebene gibt. Ver.di war 2009 in mehr als 20 Tarifkonflikte für private Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindertagesstätten und ähnliche Einrichtungen verwickelt. Der Tarifvertrag (TV-Ärzte) vergoldet für rund 20.000 Ärztinnen und Ärzte in bundesweit 23 Universitätskliniken.

Eine Reihe von Unikliniken unterfallen nicht oder nur sehr eingeschränkt dem Geltungsbereich des TV-Ärzte. So haben Berlin und Hessen eigene Tarifverträge für die Ärzte an den dortigen Unikliniken, die von den Landesverbänden des Marburger Bundes werden ausgehandelt. Die Universitätsklinika in Hamburg und Mannheim unterfällt die Regelungen des kommunalen TV-Ärzte/VKA. Für die Ärzte der Universitätsmedizin Mainz ein Existiert vom Landesverband Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz. Bei den privaten Krankenhaus- und Klinikbeschäftigten gibt es eine Rahmenvereinbarung von BDPK und DHV/medsonet über die Arbeitszeit und das Renumerationssystem, aber in den meisten deutschen Regionen gibt es keine Lohnvereinbarungen für mehrere Arbeitgeber. Nur wenige Regionalverbände der BDPK haben Tarifverträge mit ver.di oder DHV/medsonet abgeschlossen. Die Vereinbarung von 2009 von bayernlig und ver.di sah eine Gehaltserhöhung von 3 %, die Wiedereinstellung flexibler Arbeitszeitregelungen und die Bereitstellung von Freizeit- und Arbeitszeitgutschriften im Austausch für Bereitschafts- und Bereitschaftsdienste vor. Nach DKI-Daten (Tabelle oben) sind die meisten privaten Krankenhäuser durch Vereinbarungen mit einem Einzigen Arbeitgeber abgedeckt. Eine sektorale Lohnvereinbarung auf nationaler Ebene ist nicht mehr in Kraft.

BDPK und ver.di hatten zuvor Branchenvereinbarungen getroffen. Seit 2006 sind die Gespräche jedoch gescheitert. BDPK wandte sich an DHV (2006) und DHV/Medsonet (2008) für den Abschluss von Arbeitszeitverträgen. Einige regionale BDPK-Mitgliedsverbände haben sich für die Abwicklung von Tarifverträgen mit DHV/medsonet oder ver.di/dbb entschieden. Die kleinsten regionalen Einheiten von Verdi sind die Ortsteile, die gebildet werden können, wenn es mehrere Abteilungen auf regionaler Ebene gibt. Diese Ortsteile sollen die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern unterstützen und vereinfachen. [26] Die nächste Stufe auf lokaler Ebene sind die bundesweiten Unionsbezirke, die wiederum den Bundesländern untergeordnet sind. Diese Bundesländer entscheiden einvernehmlich über die regionalen Strukturen und Dimensionen der Bezirke[26], während die Bundesländerbezirke selbst vom Gewerkschaftsrat eingerichtet werden. [26] Verdi hat derzeit zehn Bundesländer: [32] Die vereinbarungen des öffentlichen Sektors, die entweder von VKA oder TdL mit verdi/dbb tarifunion getroffen wurden, beinhalten sonderliche Pflegevereinbarungen (TVöD-Pflege, Tdl-Pflege), die sich mit den Besonderheiten von Arbeitszeit und Renumeration im Gesundheitswesen auseinandersetzen. Zuschläge legen die Löhne und Rahmenbedingungen der Auszubildenden in der Gesundheits- und Sozialfürsorge fest. TVöD-Pflege und TdL-Pflege fix: Es gibt mehrere Organisationen, die Arbeitgeber in gesundheitspolitischen und Ausbildungsfragen vertreten, aber diese Organisationen sind nicht an Tarifverhandlungen beteiligt.